Wann genau wurde die Zitadelle von Qaitbay erbaut?
Die Festung wurde zwischen 1477 und 1479 n. Chr. unter dem Befehl des mamlukischen Sultans al-Ashraf Qaitbay errichtet. Der Bau dauerte also nur wenige Jahre — ein bemerkenswertes Zeugnis mamlukischer Bautechnik und Organisation.
Warum wurde die Zitadelle überhaupt gebaut?
Der Hauptgrund war die Verteidigung der ägyptischen Küste gegen osmanische Angriffe. Alexandria war als wichtiger Hafen und strategischer Knotenpunkt ein begehrtes Ziel, und die Festung sollte ihn dauerhaft schützen.
Hatte die Zitadelle wirklich etwas mit dem Leuchtturm von Alexandria zu tun?
Ja, und das ist einer der faszinierendsten Aspekte ihrer Geschichte. Der berühmte Leuchtturm von Alexandria — eines der Sieben Weltwunder der Antike — stand genau an dem Ort, wo die Zitadelle heute steht. Nachdem der Leuchtturm durch mehrere Erdbeben im 14. Jahrhundert zerstört worden war, nutzte Sultan Qaitbay die verbliebenen Steine als Baumaterial für seine Festung. So lebt ein Weltwunder buchstäblich in den Mauern der Zitadelle weiter.
Welche Rolle spielte die Festung in den folgenden Jahrhunderten?
Nach den Mamluken wechselte sie mehrfach den Besitzer — Osmanen, Franzosen unter Napoleon und schließlich die britische Kolonialmacht nutzten sie zu verschiedenen Zeiten militärisch. Im 19. Jahrhundert wurde sie bei britischen Bombardierungen stark beschädigt und später aufwendig restauriert.
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