Vor rund 3.500 Jahren begann in Ägypten eine neue Zeit: das Neue Reich. Die Könige von Theben – dem heutigen Luxor – wurden immer mächtiger. Mit ihnen entstand auch eine der faszinierendsten Grabstätten der Welt.
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Warum wählten die Pharaonen dieses versteckte Tal?
Früher bauten die Könige riesige Pyramiden. Doch diese lockten Grabräuber geradezu an – die Schätze im Inneren waren einfach zu leicht zu finden. Deshalb suchten die Pharaonen nach einem sichereren Ort. Die Wahl fiel auf ein einsames Wüstental im Gebirge westlich von Theben, etwa fünf Kilometer vom Nil entfernt.
Der Ort war ideal: Er lag versteckt zwischen hohen Bergen, war schwer zu erreichen und passte perfekt zu den religiösen Vorstellungen der Ägypter. Denn für sie lag das Reich der Toten immer im Westen, wo die Sonne untergeht. Ein weiterer Grund war der Berg el-Qurn, der das Tal überragt. Seine Form erinnert an eine natürliche Pyramide – ein starkes Symbol für die Pharaonen.
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Wer war der erste König im Tal?
Als erster Pharao ließ sich Thutmosis I. um 1500 v. Chr. hier bestatten. Sein Baumeister Ineni beschrieb die Arbeiten mit den Worten, er habe das Grab in aller Heimlichkeit graben lassen, ohne dass jemand es sah oder hörte. Geheimhaltung war von Anfang an das oberste Ziel.
Auch die berühmte Königin Hatschepsut, die Tochter von Thutmosis I., ließ sich hier ein Grab anlegen. Unter ihr und den anderen Königen der 18. Dynastie wurde Theben zur Hauptstadt Ägyptens.
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Was ist der Unterschied zwischen Ost- und Westtal?
Das Tal der Könige besteht aus zwei Teilen. Im großen Haupttal liegen die meisten Gräber – hierhin kommen auch heute die meisten Besucher. Das kleinere Westtal, auch „Tal der Affen" genannt, ist ruhiger und beherbergt nur wenige Gräber, darunter das von Amenophis III.
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