Was passiert bei diesem Phänomen ganz genau?
Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, wie ein Sonnenstrahl bei Sonnenaufgang durch das Tempeltor gleitet, einen langen, dunklen Gang durchquert und schließlich genau auf die Gesichter uralter Statuen fällt? Genau das geschieht beim Sonnenwunder von Abu Simbel – und zwar nur an zwei ganz bestimmten Tagen im Jahr.
Welche Statuen werden vom Licht überhaupt getroffen?
Wussten Sie, dass im hintersten Raum des Tempels vier Statuen nebeneinander sitzen? Beleuchtet werden jedoch nur drei von ihnen: der vergöttlichte Ramses II., der Sonnengott Ra-Horakhty und der Reichsgott Amun. Ist es nicht faszinierend, dass ausgerechnet die vierte Statue, die den Gott Ptah darstellt, im Schatten bleibt?
Wie weit muss das Sonnenlicht dafür in den Tempel eindringen?
Können Sie sich vorstellen, dass der Lichtstrahl rund 60 Meter tief in den Felsen eindringen muss, um sein Ziel zu erreichen? Und dass dieses Schauspiel seit mehr als 3.000 Jahren immer wieder nahezu am selben Tag stattfindet?
Warum gilt das Ganze als eines der größten Wunder der Antike?
Ist es nicht erstaunlich, dass Menschen ohne moderne Technik einen kompletten Felsentempel so präzise ausrichten konnten, dass die Sonne selbst zum Kalender wird? Wird Ihnen dabei nicht bewusst, über welch beeindruckendes Wissen in den Bereichen Astronomie, Mathematik und Architektur die alten Ägypter bereits damals verfügten?
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