Wenn Sie an Ägypten denken, kommen Ihnen sofort Pyramiden und Pharaonen in den Sinn – aber was ist mit dem reichen christlichen Erbe? Ägyptens Kirchen sind nicht nur Gotteshäuser, sie sind lebendige Zeugen einer spirituellen Geschichte, die älter ist als viele europäische Kathedralen.
Wie alt ist das Christentum in Ägypten wirklich?
Das Christentum wurde laut Überlieferung bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. durch den Evangelisten Markus nach Ägypten gebracht. Damit gehört die ägyptische Kirche zu den allerersten christlichen Gemeinden der Welt – noch vor den meisten europäischen Kirchen.
Was bedeutet der Begriff 'koptisch' eigentlich?
Das Wort 'koptisch' leitet sich vom griechischen Wort 'Aigyptos' (Ägypten) ab. Die Kopten sind also buchstäblich die 'Ägypter' – die christlichen Nachfahren der altägyptischen Bevölkerung, die ihre uralte Tradition bis heute lebendig halten.
Wie viele Christen leben heute in Ägypten?
Schätzungsweise 10 bis 15 Prozent der ägyptischen Bevölkerung sind Christen, was mehrere Millionen Menschen ausmacht. Die koptisch-orthodoxe Kirche ist dabei die bei weitem größte christliche Gemeinschaft des Landes.
Warum sind koptische Kirchen architektonisch so unverwechselbar?
Koptische Kirchen verbinden frühchristliche Basilika-Formen mit altägyptischen und byzantinischen Elementen. Holzschnitzereien, Ikonostase, koptische Schriftzeichen und leuchtendes Buntglas schaffen eine Atmosphäre, die Sie nirgendwo sonst auf der Welt so erleben werden.